
Autogas ist ein Kraftstoff für Ottomotoren. Als Flüssiggas, auch LPG (Liquified Petroleum Gas), Autogas oder zum Teil auch Treibgas genannt, bezeichnet man häufig ein Gemisch aus Propan und Butan. Es kann sich aber auch um reines Propan oder reines Butan handeln. Es bleibt bei Raumtemperatur unter vergleichsweise geringem Druck flüssig.
Autogas hat bei 20 °C einen Dampfdruck von etwa 9 bzw. 25 bar und wird in Drucktanks aufbewahrt. Es tritt bei der Erdöl- und Erdgasförderung als Nebenprodukt auf, wird in Erdöl-Raffinerien gewonnen und ist wegen seiner hohen Oktanzahl für Ottomotoren sehr gut geeignet!
Flüssiggas ist nicht zu verwechseln mit Flüssigerdgas (LNG) oder komprimiertem Erdgas (CNG).
Es verbrennt umweltfreundlicher als Benzin. Der Schadstoffausstoß von Stickoxiden beträgt etwa 20 Prozent der Benzinverbrennung, CO2 Emissionen vermindern sich um 15 Prozent und unverbrannte Kohlenwasserstoffe um 50 Prozent. Zudem lassen sich LPG-Abgase durch die bessere chemische Verwertbarkeit bei niedrigeren Temperaturen in Fahrzeugkatalysatoren umsetzen.
Heute ist Flüssiggas als Kraftstoff in einigen europäischen Nachbarländern (wie BE, NL, GB, PL, IT, F ...) etabliert. In Deutschland hat es eine wachsende Bedeutung. Momentan (Stand 2005) wird Flüssiggas (LPG/Autogas) und Erdgas (CNG/LNG) zur Verwendung in Kraftfahrzeugen bezüglich des Brennwertes bis Ende 2009 gleich niedrig besteuert, die Steuervergünstigung von Autogas gilt bis 2018. Durch den Gasbetrieb entstehen weder Partikel, Schwefel noch Betankungsemissionen.
Fortschrittliche Autogas-Technik erfüllt die Europäische Abgasnorm EURO 4 (auch für Erdgas) und leistet dadurch auch einen Beitrag zum Klimaschutz wegen stark reduzierter Schadstoffe. Diese Anlagen erhalten deshalb auch Fahrerlaubnis auch bei Sommersmogalarm! Die Ozonbildung wird im Vergleich zu normalem Kraftstoff um bis zu 80 Prozent reduziert. Autogas ist die umweltfreundliche Alternative zu Benzin. Es schont nicht nur die Umwelt, sondern hilft auch noch sparen.
Wer sich als Autofahrer für einen Einbau einer Flüssiggasanlage entscheidet, kann über die Hälfte der Betriebskosten seines PKW sparen. Das Gasgemisch erhöht die Lebensdauer des Motors, da keine Rußablagerungen bei der Verbrennung entstehen.
Der Einbau setzt voraus, dass ein zusätzlicher Tankbehälter eingebaut wird. So kann man wahlweise mit Benzin und Gas fahren, was auch die Reichweite erheblich erhöht. Dennoch liegt die Sparsamkeit beim Gasantrieb, so dass die Einbaukosten je nach gefahrenen Kilometern bald erwirtschaftet sind.
Um Vorurteile abzubauen, sei gleich erwähnt, dass jede Anlage schon vor dem Einbau vom TÜV geprüft ist und nach dem Einbau eine weitere TÜV - Abnahme erfolgt. Diese muss im Kfz-Brief und der Zulassung eingetragen werden. Die Tankbehälter stehen wahlweise zur Verfügung. Sie haben eine Betriebserlaubnis zwischen 7 und 10 Jahren. Danach muss diese erneuert werden. Abhängig vom Fahrverhalten und vom Motortyp kann sich der Kraftstoffverbrauch um 5 bis 20 Prozent erhöhen.
Die Faustregel ist: Nach der Umrüstung gilt etwa ein halber Preis bezüglich Kraftstoffkosten pro Kilometer. Die Amortisation der Umrüstungskosten erfolgt im Durchschnitt nach ca. 1,5 Jahren.
Ein ruhiger Lauf, höhere Leistung und weniger oft notwendige Ölwechsel bewirken eine längere Lebensdauer des Motors.